Kinderschutz § 8a  SGB VIII

In unserer täglichen Arbeit sind wir immer wieder mit Familien konfrontiert, die die körperliche Züchtigung ihrer Kinder als „normale Erziehungsmaßnahme“ auffassen. Daher ist es eine der herausforderndsten Aufgaben unserer Fachkräfte, die betroffenen Familien – u.U. in ihrer jeweiligen Muttersprache – ausführlich darüber zu informieren, dass dieses Verhalten nach den geltenden Deutschen Kinderschutzgesetzen und gesellschaftlichen Normvorstellungen verboten ist und Verstöße geahndet werden.

Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII findet im Hilfeprozess besondere Berücksichtigung. Erarbeitete Kriterien und regelmäßige Fallbesprechung sind im Rahmen des Qualitätsmanagements als Instrument installiert, um ein Gefährdungsrisiko abzuschätzen und entsprechende weitere notwendige Handlungsschritte einleiten zu können (s. AV Kinderschutz). Kompetenz Berlin gGmbH hat eigens in die Ausbildung einer insoweit erfahrenen Fachkraft nach § 8a SGB VIII investiert.

Die Familienhelfer*innen bewahren Ihre Position als Außenstehende. Sie verhalten sich neutral und nicht parteilich und orientieren sich an ihrem fachlichen Auftrag.

Hierzu wird das Formular – Kinderschutz in regelmäßigen Abständen von den sozialpädagogischen Fachkräften ausgefüllt und der Koordination vorgelegt, ggf. auch an das zuständige Jugendamt weitergeleitet.