Ambulante Hilfen

Ambulante Erziehungshilfen

Die sozialpädagogische Familienhilfe ist eine aufsuchende Form der ambulanten Hilfe für Eltern oder einen Elternteil, der bisherige Lebensmittelpunkt des Kindes bleibt erhalten. Die Familie und das unmittelbare Umfeld werden in die Hilfe miteinbezogen.

Die Motivation der Familie zur Veränderung ihrer Lebenssituation und die Bereitschaft der Familie zur Zusammenarbeit werden als Basis vorausgesetzt. Diese Motivation wird als Zentral für den Hilfeverlauf erachtet mit dem Ziel, die Stärkung der Selbsthilfekräfte der Familie zu entwickeln.

Durch Erziehungsbeistand soll ein selbstbestimmtes Leben innerhalb der Gesellschaft und die Unabhängigkeit von der Betreuung erreicht werden. Bei Familien mit Migrationshintergrund können die Gespräche in der Herkunftssprache geführt werden. Die sozialpädagogischen Fachkräfte werden entsprechend der Sprache und kulturelle Kompetenz empfohlen. Durch das Vertrauen zum Helfersystem kann die Integration des Jugendlichen / der Familie besser gelingen.

Kompetenz Berlin gGmbH bietet auch unter diesem § 27 SBG VIII Mediation (Vermittlung/Schlichtung) für die Personensorgeberechtigten und Kinder/Jugendlichen an. Mediation ist ein Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes. Die Konfliktparteien sollen durch Unterstützung einer dritten „allparteilichen“ Person zu einer gemeinsamen Vereinbarung kommen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Der Mediator/ die Mediatorin ist bei diesem Verfahren kein Entscheider, sondern nur für den Prozess verantwortlich.

Kinder oder Jugendliche haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist. Ziel ist die entwicklungsbedingten Einschränkungen des jungen Menschen durch Unterstützungsleistungen auszugleichen.

Die soziale Gruppenarbeit stellt ein Angebot für ältere Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsrückständen insbesondere mit Defiziten im Sozialverhalten dar. Sie erfolgt als ambulante Hilfe. Ein Verbleiben in der Familie muss gewährleistet sein. Es muss eine ausreichende soziale Grundkompetenz zur Orientierung in einer Gruppe gegeben sein. Die Altersstruktur in der Gruppe sollte ausgewogen sein, jedoch nicht unterhalb des Grundschulalters liegen.

Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII findet im Hilfeprozess besondere Berücksichtigung. Erarbeitete Kriterien und regelmäßige Fallbesprechung sind im Rahmen des Qualitätsmanagements als Instrument installiert, um ein Gefährdungsrisiko abzuschätzen und entsprechende weitere notwendige Handlungsschritte einleiten zu können (s. AV Kinderschutz).