Leistungsbeschreibung

Kompetenz Berlin interkulturelle Jungend- und Familienhilfe gGmbH

  1. Darstellung des Trägers „Kompetenz Berlin interkulturelle Jugend- und Familienhilfe gGmbH“
  2. Ziele der Leistung
    1. Besondere Leistungen für junge Menschen und Familien mit Migrationsintergrund
    2. Sozialpädagogische Maßnahmen für traumatisierte Familien
    3. Verlauf der Hilfe
  3. Leistungsinhalte
    1. Gesetzliche Grundlage: § 8 a SGB VIII §29 SGB VIII, §30 SGB VIII, §31 SGB VIII
    2. Kinderschutz § 8 a SGB VIII
    3. Soziale Gruppenarbeit § 29 SGB VIII
    4. Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer § 30 SGB VIII
    5. Ambulante sozialpädagogische Familienhilfe § 31 SGB VIII
  4. Räumliche Bedingungen
  5. Personelle Ausstattung
  6. Vernetzung und Zusammenarbeit in den Sozialräumen
  7. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung
    1. Strukturqualität
    2. Qualitätssicherung durch Konzeptentwicklung
    3. Qualitätssicherung durch Teamentwicklung
    4. Qualitätssicherung durch Personalsicherung
    5. Kriseninterventionen
  8. Ergebnisqualität

1.Darstellung des Vereins „Kompetenz Berlin interkulturelle Jugend- und Familienhilfe gGmbH“

Kompetenz Berlin interkulturelle Jugend- und Familienhilfe gGmbH. wurde am 24.02.2013 gegründet. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und eingetragen.

Vorsitzender von Kompetenz Berlin gGmbH ist Prof. Dr. Ilhan Kizilhan. Er ist ein international anerkannter Experte der transkulturellen Psychiatrie, kultursensiblen Psychotherapie und Traumatologie.

Kompetenz Berlin interkulturelle Jugend- und Familienhilfe gGmbH verfolgt einen interkulturellen und sozialpädagogischen Ansatz. Die Schwerpunkte sind dauerhaft hier lebende Familien mit Migrationshintergrund, die beim Integrationsprozess und bei der Bewältigung von Beziehungsstörungen, sozialen, ethnischen und schulischen Problemen auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Unsere Beratungen werden von muttersprachlichen, sozialpädagogischen Fachkräfte bei Bedarf in den Räumen von Kompetenz e.V. geführt, z.B. in folgenden Sprachen: arabisch, rumänisch, türkisch, kurdisch, bulgarisch, albanisch, polnisch, russisch, vietnamesisch, farsi, kisuaheli, somali, englisch, französisch, ezidisch etc.

Satzungsgemäße Ziele des Vereins sind:

  • Förderung der Jugendhilfe
  • Förderung der Flüchtlingshilfe
  • Förderung der Bildung und Erziehung

Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch sozialpädagogische Arbeit;

  • Schulung und Fortbildung zu den Themen Migration und psychische Erkrankung; Eingliederungshilfe für straffällige Jugendliche (Lernförderung und Schulbegleitung)
  • Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz durch Elterntraining
  • Training von Kommunikations-, Beziehungs- und Konfliktfähigkeit
  • Konfliktmanagement ggf. in der Muttersprache;
  • Unterstützung der individuellen und sozialen Entwicklung von Migranten;
  • Öffentlichkeitsarbeit, Zusammenarbeit mit anderen Organisationen im Bereich der Sozialarbeit

2. ZIELE DER LEISTUNG

Das Recht der Eltern auf Förderung und Erziehung bildet die Grundlage aller Hilfen, die jeweils individuell für jedes Kind und jeden Jugendlichen im Hilfeplan fixiert werden.

Ziele der Leistungen sind:

  • Entwicklung von Problemeinsicht und Entlastung der Kinder, der Jugendlichen und der Familien, um neue Perspektiven zu ermöglichen.
  • Verbesserung der Lern-und Entwicklungschancen
  • Aufbau von Selbstvertrauen
  • Erwerb von sozialen Kompetenzen
  • Lösung von Konflikten und Aufbau von Beziehungen, Beziehungsfähigkeit
  • Friedlicher Umgang mit anderen Ethnien, Religionen
  • Erwerb lebenspraktischer Kompetenzen
  • Integration ins familiäre und institutionelle Umfeld
  • Stärkung der Ressourcen der Familien
  • Erkennen und Befriedigung der Bedürfnisse eines Kinder/Jugendlichen
  • Stärkung der Erziehungsfähigkeit der Familien
  • Verständnisschaffen für kindliches Verhalten
  • Entwicklung von Konfliktstrategien
  • Erhalt und Entwicklung des familiären Lebenszusammenhangs
  • Schulische Integration
  • Erwerb und Entwicklung wichtiger Bezüge außerhalb der Familie
  • Abbau geschlechtsspezifischer und ethnischer Benachteiligung

2.1. BESONDERE LEISTUNGEN FÜR JUNGE MENSCHEN UND FAMILIEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND – FLÜCHTLINGSFAMILIEN

Die Flucht aus dem Heimatland vor Gewalt, Krieg und Folter bedeutet für die Flüchtlingsfamilien – Entwurzlung aus ihrem vertrauten Umfeld, Familienstrukturen, Normen und Werte. Die Situation in der neuen Heimat ist gekennzeichnet durch gesellschaftliche Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit, was die Zukunft betrifft. Die jahrelange Unsicherheit zwischen Abschiebung und Bleiberecht bestimmt und beeinflusst das tägliche Leben dieser Menschen.

Kinder und Jugendliche aus Kriegsgebieten, deren Familien zahlreiche Repressalien, Krieg, Folter und Flucht erleben mussten, bedürfen einer besonderen Zuwendung und Unterstützung, damit sie in die Lage versetzt werden, sich am gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Leben in der Migration zu beteiligen und sich damit auch erfolgreich zu integrieren.

2.2 Sozialpädagogische Maßnahmen für traumatisierte Familien

Viele Kinder von Flüchtlingsfamilien sind traumatisiert, für eine traumatische Situation ist das Erleben von Ausgeliefertsein, Bedrohung, Todesangst und Hilflosigkeit kennzeichnend. Zu den sozialpädagogischen Maßnahmen von traumatisierten Familien und deren Kinder gehören u.a. der Aufbau einer Tagesstruktur, Aufbau einer gesunden Beziehung zwischen den Kindern und deren Eltern, Begleitung bei bürokratischen Angelegenheiten, Unterstützung und Begleitung bei Schulbesuchen und allgemeine Anwendung des Case-Managements. Eventuelle Arztbesuche, Hilfe bei Antragstellungen, wie z.B. stationäre Behandlungen, Gespräche mit den Gesundheitskassen oder Sozial- und Jugendämtern.

  • Unterstützung bei der Auseinandersetzung mit der eigenen und der Deutschen Kultur (Einzelgespräche, Gruppengespräche)
  • Unterstützung der Integration bei der gleichzeitigen Wahrung der kulturellen Identität;
  • Bildungsorientierung, berufliche Orientierung und Berufsfindungsprozess
  • Unterstützung beim Bleiberecht / Aufenthalt
  • Vermittlung therapeutischer Hilfen bei traumatischen Erlebnissen (Bürgerkrieg, Verfolgung, Gewalterfahrung)

Kompetenz Berlin e.V. als interkultureller Verein setzt besondere Methoden ein, wie z.B. Vertrauen durch Sprache, kultureller Hintergrund – Verständnis aus den jeweiligen Kulturkreisen. Unsere sozialpädagogischen Fachkräfte haben einen interkulturellen Background, welcher sie befähigt, Konfliktsituationen schnell zu erkennen bzw. schnell zu intervenieren, und den genauen Bedarf der Familien festzustellen.

2.3. VERLAUF DER HILFE

  • Beteiligung des Leistungsträgers am Hilfeplanverfahren ( s. AV, Hilfeplan)
  • Umsetzung der abgesprochen Hilfeziele
  • Durchführung von Projekten
  • Einhaltung der abgesprochenen Termine

3. LEISTUNGSINHALTE

3.1. gesetzliche Grundlage § 8 SGB VIII, § 29 SGB VIII, § 30 SGB VIII, § 31 SGB VIII

3.2. KINDERSCHUTZ § 8 a SGB VIII

Den sozialpädagogischen Fachkräften des Kompetenz Berlin e.V mit interkulturellem Background ist es aus eigenen Erfahrung bekannt, dass Kinderschlagen in den Migrantenfamilien / Flüchtlingsfamilien in vielen Fällen als „eine normale Erziehungsmaßnahme“ aufgefasst wird. Dass dieses Verhalten nach den geltenden Deutschen Kinderschutzgesetzen und real existierenden Normvorstellungen verboten ist, ist das eine der sozialpädagogischen Aufgaben, diesen Familien in ihrer Muttersprache beizubringen.

Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII findet im Hilfeprozess besondere Berücksichtigung. Erarbeitete Kriterien und regelmäßige Fallbesprechung sind im Rahmen des Qualitätsmanagements als Instrument installiert, um ein Gefährdungsrisiko abzuschätzen und entsprechende weitere notwendige Handlungsschritte einleiten zu können ( s. AV Kinderschutz).

Die Familienhelferin, der Familienhelfer bewahren Ihre Position als Außenstehende. Sie verhalten sich neutral und nicht parteilich und orientieren sich an ihrem fachlichen Auftrag.

Hierzu wird das Formular- Kinderschutz in regelmäßigen Abständen von den sozial-pädagogischen Fachkräften ausgefüllt und der Koordination vorgelegt, ggf. auch dem zuständigem Jugendamt weitergeleitet.

3.3. SOZIALE GRUPPENARBEIT § 29 SGB VIII

Soziale Gruppenarbeit soll älteren Kindern und Jugendlichen bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensprobleme helfen. Die soziale Gruppenarbeit soll auf der Grundlage eines sozialpädagogischen Konzepts die Entwicklung älterer Kinder und Jugendlichen durch soziales Lernen in der Gruppe fördern (KJHG).

Die soziale Gruppenarbeit stellt ein Angebot für ältere Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsrückständen insbesondere mit Defiziten im Sozialverhalten dar. Sie erfolgt als ambulante Hilfe. Ein Verbleiben in der Familie muss gewährleistet sein. Es muss eine ausreichende soziale Grundkompetenz zur Orientierung in einer Gruppe gegeben sein. Die Altersstruktur in der Gruppe sollte ausgewogen sein, jedoch nicht unterhalb des Grundschulalters liegen.

Die Hilfe bei der Erziehung durch soziale Gruppenarbeit soll die Entwicklung des Kindes durch:

  • sozialpädagogische Arbeit in der Gruppe
  • Kontakte mit der Familie, regelmäßige Elterngespräche, beide Elternteile werden im Prozess mit einbezogen
  • kindesbezogene Zusammenarbeit mit der Schule, Lehrergespräche
  • Die Lehrer werden an Hilfekonferenzen beteiligt.
  • Auf der Grundlage des Hilfeplans werden die Fortschritte, Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensprobleme beschrieben und evtl. individuelle Förderung vorgeschlagen.

Der gesetzliche Auftrag konkretisiert sich im Hilfeplan, indem die Zielsetzungen der Hilfe zur Erziehung nach dem jeweiligen Bedarf im Einzelfall vereinbart werden.

Mit diesem Auftrag sollen folgende generelle Ziele erreicht werden:

  • Stabilisierung des familiären Umfeldes durch Entlastung der Eltern
  • Erhalt und Entwicklung wichtiger Bezüge außerhalb der Familie
  • Mobilisierung der Ressourcen des jungen Menschen
  • Entfaltung der Persönlichkeit
  • Schulische Integration
  • Abbau geschlechtsspezifischer und ethnischer Benachteiligungen

Die sozialpädagogische Gruppenarbeit soll Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, soziale Regel und Normen zu erkennen. Verstöße und deren Folgen zu erleben, um ein adäquates Verhaltensrepertoire entwickeln zu können. Hierzu gehört die Fähigkeit zum Umgang mit Kritik. Die Übernahme von Verantwortung, Rücksichtnahme, altersspezifische Themen können genauso diskutiert werden wie Interesse im sportlichen und kulturellen Bereich.

Die Kinder und Jugendlichen haben die Möglichkeit, den Einzelkontakt zu der Betreuerin, dem Betreuer zu suchen und Themen zu verbalisieren, die sie sich in der Gruppe nicht zu diskutieren trauen. Einzelgespräche werden in regelmäßigen Abständen geführt.

In besonderen Situationen kann auch ein Eltern-oder Schulgespräch geführt werden.

Den Kindern und Jugendlichen wird auch die Möglichkeit gegeben, das Erlernte in ihren Lebensbereich zu übertragen und in der Gruppe zu reflektieren.

3.4. ERZIEHUNGSBEISTAND; BETREUUNGSHELFER § 30 SGB VIII

Zielgruppen dieser Hilfe sind in erster Linie Familien mit Migrationshintergrund, die aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, den Anspruch des Kindes/ Jugendlichen auf Förderung und Erziehung zu erfüllen.

Nach § 30 SGB ist das Kind oder der Jugendliche im Unterschied zur SPFH selbst im Mittelpunkt des sozialpädagogischen Handelns.

Die Lebenssituationen der Kinder/Jugendlichen kann durch u.g. Faktoren gekennzeichnet sein:

  • Verhaltensauffälligkeit des Kindes/Jugendlichen
  • Ungenügende Einkommenslage oder Wohnverhältnisse der Familien
  • Überforderungssituationen der Eltern
  • Beziehungsstörungen, soziale ,ethnische- und schulische Probleme.
  • Traumatisierte Familien die aus ihrem Heimatland geflüchtet sind

Ziel ist die entwicklungsbedingten Einschränkung des jungen Menschen, durch Unterstützungsleistungen des Kompetenz Berlin gGmbH mit sozialpädagogischen Fachkräften mit interkulturellen, sprachlichen Kompetenzen auszugleichen ( Hilfe zur Selbsthilfe).

Diese Ziele werden verwirklicht durch:

  • Aufbau einer positiven und belastbaren Beziehung zu den Betreuten
  • Beratungsgespräche mit den Betreuten
  • Freizeitpädagogische Arbeit
  • Unterstützung bei der Bewältigung lebenspraktischer Aufgaben
  • Unterstützung bei schulischen Leistungsanforderungen
  • Familien und Elternberatung / in der Herkunftssprache
  • Gespräche mit Lehrern
  • Aufbau von Selbstvertrauen
  • Förderung der Leistungsbereitschaft
  • Aufbau stabiler, positiver, sozialer Kontakte

Die Zusammenarbeit in Form von Beratung der Eltern, Hilfe beim Umgang mit Ämtern

Damit soll ein selbstbestimmtes Leben innerhalb der Gesellschaft und die Unabhängigkeit von der Betreuung erreicht werden. Bei Familien mit Migrationshintergrund können die Gespräche in der Herkunftssprache geführt werden. Die sozialpädagogischen Fachkräfte werden entsprechend der Sprache und kulturelle Kompetenz empfohlen. Durch das Vertrauen zum Helfersystem kann die Integration des Jugendlichen / der Familie besser gelingen.

3.5. AMBULANTE SOZIALPÄDAGOGISCHE FAMILIEN HILFE 30 § 31 SGB VIII

Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen im Kontakt mit Ämtern und Institutionen zu unterstützen, Hilfe zur Selbsthilfe zugeben sowie die gesamte familiäre Situation einschließlich außerfamiliärer Bezüge zu verbessern. Sie ist in der Regel auf einen Zeitraum angelegt und erfordert die Mitarbeit der Familie.

Die sozialpädagogische Familienhilfe ist eine aufsuchende Form der ambulanten Hilfe für Eltern oder einen Elternteil, der bisherige Lebensmittelpunkt des Kindes bleibt erhalten. Die Familie und das unmittelbare Umfeld werden in die Hilfe miteinbezogen.

Die Motivation der Familie zur Veränderung ihrer Lebenssituation und die Bereitschaft der Familie zur Zusammenarbeit werden als Basis vorausgesetzt. Diese Motivation wird als Zentral für den Hilfeverlauf erachtet mit dem Ziel, Stärkung der Selbsthilfekräfte der Familie zu entwickeln.

Die sozialpädagogische Arbeit bezieht sich auf das Familiensystem und verfolgt die Zielsetzung, Familien zu befähigen, ihr Leben eigenverantwortlich und zum Wohl der Kinder gestalten zu können. Ziel ist es, die familiären Beziehungen zu erhalten und zu verbessern, die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken und zu erweitern, die Alltagskompetenzen zu erweitern, die Familienhilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen, die Familie zu motivieren, eigene Ressourcen und das unmittelbare soziale Umfelde zu nutzen, um die eigenverantwortliche und selbstständige Alltags- und Lebensgestaltung der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Mit dieser Hilfe sollen Familien bzw. Lebensgemeinschaften mit Kindern/Jugendlichen deren gegenwärtiges Potenzial wegen inner- oder außerfamiliären Belastungsfaktoren nicht ausreicht, die Versorgung und Förderung der in den Familien, der Lebensgemeinschaften lebenden Kinder/Jugendliche zu gewährleisten, erreicht werden.

Der Hilfeplan ( wird vom Jugendamt erstellt ) orientiert sich an gemeinsam zwischen dem Jugendamt und der sozialpädagogischen Fachkräften des Kompetenz Berlin e.V und der Familien festgelegten Zielen. Diese Ziele richten sich vorrangig nach den individuellen Bedürfnisse und Möglichkeit der Familie und werden so formuliert, dass sie bei der Festschreibung des Hilfeplans überprüfbar sind und eine Motivation bzw. Förderung und Weiterentwicklung der Familie bewirken können.

4. RÄUMLICHE BEDINGUNGEN

Für die Angebote unserer Arbeit, welche nicht in den Familien Vorort stattfinden, stehen uns Räumlichkeiten in der Kurfürstenstr. 79. 10787 Berlin und Reformationsplatz 9, 13597 Berlin zur Verfügung.

  • Büroräume mit entsprechender Büroausstattung (Schreibtisch, Telefon, Fax. Anrufbeantworter, PC)
  • Beratung und Gruppenräume
  • Alle notwendigen Versicherungen
  • Anlauf und Kontaktstelle für die Familien
  • Angemessen ausgestattete Besprechungsräume mit dem entsprechenden notwendigen Arbeitsmittel für Verwaltungs- und sozialpädagogische Fachkräfte

5. PERSONELLE AUSSTATTUNG

Die Leistungen des Kompetenz Berlin gGmbH werden von den sozialpädagogischen Fachkräften mit unterschiedlicher Qualifikationen (Sozialpädagogen, Sozialarbeiter) erbracht.

Leitung, Beratung durch Teamleitung

Verwaltungskräfte ( keine Sozialpädagogen)

Einsatz von erfahrenen sozialpädagogischen Fachkräften mit qualifizierter Ausbildung und staatlich anerkanntem Abschluss

Team- und Kooperationsfähigkeit

Berufs-und Lebenserfahrung in Zusammenarbeit mit Familien, in sozialen Einrichtungen

6. VERNETZUNG UND ZUSAMMENARBEIT IN DEN SOZIALRÄUMEN

Kooperation und Vernetzung mit anderen Hilfs- Betreuungs- und Beratungsangeboten in Sozialräumen und über den Sozialraum hinaus.

Stärkung und Erweiterung des persönlichen Netzwerkes der jungen Menschen, Kontakte zur Familie, Nachbarschaft und Gemeinwesen.

Zusammenarbeit und Vernetzung mit sozialraumübergreifenden Partnern im Bereich der Bildung, Erziehung und Gesundheit (Vereine, spezielle Förderungen, Ämter Ärzten, Schulen)

Vernetzung mit übergeordneten Ressourcen der Einrichtungen (projektorientierte Gruppenangebote z.B. Antiaggressionstraining, Nachhilfegruppen, sozialpädagogische Gruppen für Kinder aus Trennungs- und Scheidungsfamilien)

Besondere Nutzung von gewachsenen Kooperationsstrukturen der Einrichtung mit Schulen und Fachärzten für Kinder und Jugendpsychiatrie

Teilnahme des Trägers an den Sozialraumteams

Einleitung anderer unterstützenden Maßnahmen

Enge Zusammenarbeit und Vernetzung zu/mit anderen fachspezifischen Institutionen

7. QUALITÄTSENTWICKLUNG UND QUALITÄTSSICHERUNG

7.1. STRUKTURQUALITÄT

Wir stellen eine Organisationsstruktur mit verantwortlicher Dienst-und Fachaufsicht.

Personelle Ausstattung, Diplom Sozialarbeiterin, Sozialarbeiter, Sozialpädagogin, Sozialpädagoge, Psychologin, Psychologe

Weitere Qualifizierung der Fachkräfte (Supervision/Fortbildung und Gruppenarbeit)

Dokumentationssysteme, Statistik, Jahresberichte, Dienstbesprechungen

Flexible Termingestaltung und zeitnaher, dem Einzelfall angepasster Einsatz

Überprüfung der Wirksamkeit der Konzeption und deren Umsetzung

Stärkung der Mitarbeiterkompetenz durch Teambesprechungen, Fort- und Weiterbildung zu bestimmten Themen, Schulung, Betriebsfahrten

Wir gewähren Vertraulichkeit und die Einhaltung der gesetzlichen Datenschutzbestimmungen.

7.2. QUALITÄTSSICHERUNG DURCH KONZEPTENTWICKLUNG

Verschriftlichung der aktuellen Konzeption (Leitlinien, Leistungsangebot, Qualitätsstandard, Verfahrensweisen mit kontinuierlicher Überprüfung und Fortschreibung durch Team/Leitung ggf. mit externen Beratern

Fachliche Kontakte zu vergleichbaren Einrichtungen

Analyse der Bedarfssituation

Öffentlichkeitsarbeit

Konzeptgespräche mit dem Jugendamt

Einhaltung der abgesprochenen Dokumentationsform

Controlling der abgesprochenen Zusatzvereinbarungen

7.3. QUALITÄTSSICHERUNG DURCH TEAMENTWICKLUNG

Reflexion der Arbeit im Team

Kollegiale Beratung

Fachliche Begleitung durch Koordination

Fortbildung, Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen

Team-und Fallsupervision durch Einrichtungsinterne Beratungsstelle

Alle Mitarbeiter erhalten eine intern Fortbildung „ INTERKULTURELLE KOMEPTENZ“

7.4. QUALITATSSICHERUNG DURCH PERSONALENTWICKLUNG

Arbeitsplatzbeschreibung und Personalführung durch Vorgesetzte

Flexibilität der Einsatzzeiten an Bedarf der Jugendlichen/Familien

Stellenprofil und Arbeitsplatzbeschreibung

Regelmäßige Personalentwicklungsgespräche

Interne und externe Fortbildungen

Fachliche und persönlichkeitsbezogene Beratung

Die Familien werden in ihrer Herkunftssprache beraten, sei werden in den Räumen des Vereins eingeladen und mit der Koordination bekannt gemacht, bei Unstimmigkeiten zwischen dem Helfer und der Familie, kann die Familie sich direkt an die Koordination wenden. Weiterhin wird im Helfergespräch deutlich gemacht, dass die Familie / Jugendliche sich an die SozialarbeiterIn vom Jugendamt, sowie an die Leitung des Vereins wenden können.

7.5 KRISENINTERVENTIONEN

Im Falle einer akuten Krise in der Familie wird  unverzüglich Hilfe geleistet. Dieser Service gilt 365 Tage im Jahr rund um die Uhr und wird über ein spezielles “Notfall-Handy”, dessen Nummer jede betreute Familie erhält, sichergestellt.

8. ERGEBNISQUALITÄT

Die Zielerreichung ist hier im Rahmen von Beurteilen, Bewerten zu überprüfen.

Dies erfolgt durch:

  • Betroffenenbeteiligung
  • Abschließende Hilfeplangespräche
  • Selbstevaluation
  • Umsetzung der Ergebnisse im Unmittelbaren von Handlungskonsequenzen, Verbesserung der Praxis aufgrund systematisch gewonnener Daten.
  • Fremdevaluation die Bewertung der Qualität der geleisteten Hilfe durch höhere Instanzen
  • Analyse der Fachdaten